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Einer „lokalen Realist:in“ kann man zunächst sagen:
Schon die Frage „Was war zuerst?“ besitzt in der Relativitätstheorie nicht für jedes Ereignispaar eine beobachterunabhängige Antwort.
Wenn schon das bloße Früher und Später nicht für alle Ereignisse absolut ist, dann darf man erst recht nicht voraussetzen, dass die ausgezeichnete Richtung der Zeit einfach identisch mit einer universalen Chronologie sei. Man muss erst zeigen, worin ihre Richtungsasymmetrie besteht.
Ich frage nicht zuerst, wie die Welt im Ganzen beschaffen ist. Ich frage: Was muss mindestens der Fall sein, damit mir etwas überhaupt als wirklich, unterscheidbar, wirksam oder bedeutsam begegnen kann?
Nicht alles, was mir gewiss erscheint, muss strukturell so sein. Aber auch nicht alles, was ich gestalthaft erfahre, ist deshalb bloß erfunden.
Die drei Skizzen lassen sich tatsächlich als eine sehr lange, skeptische Fußnote zu Wittgensteins erstem Satz lesen:
„Die Welt ist alles, was der Fall ist.“
Was heißt eigentlich „der Fall sein“ – und was muss mindestens angetroffen werden, damit wir berechtigt sagen können, dass etwas der Fall ist?
In der ersten Skizze:
Ein Fall muss überhaupt unterscheidbar sein. Selbst Leere kann nur gegen Nicht-Leere artikuliert werden. Aber die gedachte Unterscheidung darf noch nicht sofort als fertige Struktur der Welt ausgegeben werden. Erst Differenzierbarkeit, Relation, Übergang und minimale Zeitlichkeit machen weitere Bestimmungen möglich.
In der zweiten:
Dass etwas für uns als Fall erscheint, führt zur Unterscheidung von Struktur und Gestalt. Was sich zeigt, darf weder einfach mit dem Vorliegenden identifiziert noch als bloße Erfindung des Betrachtenden behandelt werden. Darin liegt die Doppelverankerung.
Dann folgt die Frage:
Wenn etwas der Fall war, kann es später noch einen Unterschied machen?
Damit entstehen Wirkung, Haftung, Spur und Geschichte. Haftung heißt gerade, dass das Frühere nicht einfach verschwindet, sondern spätere Artikulation mitbestimmt.
Und in der dritten Skizze verschärft sich das nochmals:
Kann nicht nur etwas der Fall sein, sondern kann die Ordnung dessen, was der Fall wird, selbst asymmetrisch sein?
Etwas tritt als Fall hervor, wo Unterscheidung an Widerstand stößt.
Etwas wird Geschichte, wo der Fall eine Spur hinterlässt.
Ein Zeitpfeil tritt hervor, wo das, was der Fall war, asymmetrisch mitbestimmt, was weiter der Fall sein kann.