Lesungen (YouTube)
Die Trilogie des Leuchtturms (YouTube – Lesung)
Mein literarisches Werk als Geschehen
Mein bisheriges literarisches Werk lässt sich nicht als Sammlung einzelner Bücher verstehen.
Es ist kein Nebeneinander von Texten.
Es ist:
→ ein verschränktes Geschehen.
Ein Raum, in dem sich Formen, Stimmen, Gattungen und Gedanken gegenseitig durchdringen, überlagern und weiterführen.
Die Vielfalt der Formen – ein einziger Bewegungsraum
Das Werk entfaltet sich in einer ungewöhnlichen Breite literarischer Formen:
- Märchen
- Erzählungen
- Lyrik
- Theaterstücke
- essayistische und philosophische Prosa
Diese Formen stehen jedoch nicht getrennt nebeneinander.
Sie sind:
→ unterschiedliche Ausdrucksweisen desselben Geschehens
So zeigen die Märchen nicht bloß Geschichten, sondern eröffnen Deutungsräume, in denen Sinn erst entsteht.
Die Lyrik verdichtet Erfahrung, ohne sie festzulegen.
Das Theater wird zum existenziellen Prüfraum von Leid, Beziehung und G:ttesfrage.
Die Prosa reflektiert – aber ohne das Geschehen zu fixieren.
Das Ganze ist kein System von Gattungen, sondern:
→ eine Bewegung zwischen ihnen.
Doppelverankerung – das Prinzip der Mehr-Ebenigkeit
Ein zentrales Strukturprinzip ist die Doppelverankerung:
- Wörter, Bilder, Motive gehören oft nicht nur zu einer Ebene
- sie sind oft zugleich Teil mehrerer Kontexte
- sie „hängen“ dann in zwei oder mehreren Richtungen
Dieses Prinzip stammt aus der Lyrik, wird aber auf das gesamte Werk ausgeweitet.
So entstehen Texte, die:
- gleichzeitig Erzählung und Reflexion sind
- gleichzeitig konkret und symbolisch
- gleichzeitig persönlich und allgemein
Die Bedeutung ist nicht fixiert.
Sie entsteht:
→ im Dazwischen der Ebenen
Verschränkung statt Trennung
Ein durchgehendes Merkmal ist die Unschärfe der Grenzen:
- zwischen Erzähler, Figur und Leser
- zwischen Theologie und Literatur
- zwischen Denken und Erleben
Diese Unschärfe ist kein Mangel, sondern Methode.
Die Texte sind so angelegt, dass sie sich erst im Lesen vollziehen.
Werk und Wirkung sind nicht getrennt – das Werk entsteht im Akt seiner Rezeption.
Das bedeutet:
→ Lesen ist Mitgeschehen
Grundthemen als wiederkehrende Bewegungen
Über alle Bücher hinweg ziehen sich konstante Motive:
- Suche nach Sinn ohne abschließende Antwort
- Leid als unvermeidliche Dimension
- Aufbruch (Exodus) als notwendige Bewegung
- Abwesenheit und Gegenwart G:ttes
- Vorrang der Liebe vor Härte
Diese Themen erscheinen nicht als Lehren,
sondern als Variationen.
Jedes Buch ist:
→ ein neuer Durchgang durch denselben Raum
Sprache als Resonanzraum
Die Sprache ist dabei bewusst reduziert und verdichtet:
- oft knapp
- oft andeutend
- oft lyrisch grundiert
Sie erklärt nicht – sie öffnet.
Ein Satz kann ein ganzes Bedeutungsfeld tragen.
So entsteht:
→ ein Resonanzraum statt einer Argumentation.
Das Werk als offenes Ganzes
Kein Buch steht für sich allein.
Die Bücher verweisen aufeinander, spiegeln sich, korrigieren sich, vertiefen sich.
Ein Motiv taucht in neuer Form wieder auf.
Ein Gedanke wird in einer anderen Gattung weitergeführt.
Das Werk ist daher:
- kein abgeschlossenes System
- kein lineares Fortschreiten
sondern:
→ eine sich selbst fortschreibende Struktur
Ein „offenes Zelt“, das betreten werden kann, ohne es zu schließen.
Geschehenhaftes Schreiben
Im Kern ist das gesamte Werk Ausdruck eines bestimmten Schreibens:
→ Schreiben als Geschehen
Das bedeutet:
- Der Text wird nicht vollständig geplant
- er entsteht im Vollzug
- er ist weder bloßes Ereignis noch bloßer Prozess
Der Autor ist dabei nicht nur Produzent, sondern:
→ Teil eines Geschehensraums
Schreiben wird so zu einer Form von Beziehung:
- zwischen Autor und Text
- zwischen Text und Leser
- zwischen Sprache und dem, was sich in ihr zeigt
Schluss
So lässt sich das Gesamtwerk vielleicht am treffendsten so beschreiben:
Nicht als Sammlung von Büchern.
Nicht als Entwicklung von Gedanken.
Sondern als:
→ ein vielstimmiges, mehrschichtiges Geschehen im Zwischen.
Ein Werk, das nicht erklärt, was ist,
sondern erfahrbar macht, wie etwas geschieht.
Und das seine Einheit nicht in einer Theorie hat,
sondern in der Bewegung, die es selbst vollzieht.
Bibliografie
Durch die Dunkelheit
Um Ostern
Märchen Anders
Marias Reise
Weiterdenken
Schubladen
G:tt*in wir Mensch
Sitzgelegenheiten
Fünfvierteltakt
Zwischen-Summe
Zwischen-Leben
Sitzgelegenheiten 2
Von Heiligem und Bösem
Wirkung und Geschehen
Tiefen-Schürfen
Bindung im Geschehen, Lösung im Geschehen
Ecce Homo
G:tt als Gelegenheit, G:tt als Ungelegenheit, Die Hand ins Leere
Über den Holzgauer Dialekt
Trilogie vom Leuchtturm – La Trilogie du Phare
Neue Grundlegungen
Schatten und Mond im Ritardando
Werkskatalog Dieter Eigler
Das Geschehen
Soll-Bruchstellen
Hoffnung in einem Geschehen ohne lineare Zeit
In Vorbereitung:
Von meinen Büchern
Ausblick:
Der Holzgauer Hiob
Romane und Erzählungen
Daniel gerät in eine sehr besondere Situation, als er plötzlich und dauerhaft all seiner Sinneswahrnehmungen beraubt wird.
Was denkt er in dieser Situation, empfindet er noch etwas, oder nur noch das „Nichts“?
Wie wird es ihm ergehen, wie strukturiert er seine Zeit und seine Gedanken?
Daniel ist ein gläubiger Mensch, der gut allein mit Gott zurechtkommt. Doch ist er wirklich ganz allein? Oder gibt es da noch Anknüpfungspunkte zu den anderen Menschen?
Dieser Roman wurde 2014 geschrieben und nun gekürzt veröffentlicht.

Ein ruhig nachdenklicher, kontemplativer Kurzroman, der mehr durch wartende Offenlegung fesseln soll als durch ungeduldige Verstrickung. Paradoxa und Stille.

Drei Erzählungen aus dem Lebens Mariens und eine Betrachtung zum Marienbild, das diesen zugrunde liegt: das, einer selbstbewussten, von sich selbst überzeugten, jungen Frau, die die eigenen Bedürfnisse und die anderer Menschen erkennt und ernst nimmt.

Theaterstücke
Eine Trilogie zu den Themen:
Dilettantismus als ursprünglicher und zulässiger Zugang zum Kunstschaffen: Kann jemand ohne Kunstakademieausbildung malen, schreiben , komponieren, Theaterstücke schreiben? Kann jemand ohne theologisches Universitätsstudium sinnvoll von Gott sprechen?
G:ttesbegegnung. Ist G:tt nur mystisch erfahrbar möglich oder doch rational zugänglich?
Was bleibt, wenn alles verschwindet?

„Theaterstück: Das Summen-Spiel“, als dritter Teil des Buches Zwischen-Leben
Ein Werk, das Theologie, Spiritualität und Kunst in einem radikalen Zwischen neu denkt Zwischen-Leben ist kein Buch im herkömmlichen Sinn. Es ist ein Geschehen. Ein Ereignis. Ein Theaterstück. Ein Gebet. Eine theologische Revolution, die sich nicht als solche aufspielt, sondern als Einladung in einen Raum, der weder Dogma noch System ist, sondern Zwischen.
Eine Zwischen-Theologie, die die Grenzen klassischer christlicher Dogmatik sprengt.

Theaterskizze „Der Thronraub des Selbst“ aus Soll-Bruchstellen
Märchen
Ein Märchenerzähler erzählt in einer kleinen Runde Märchen von der Welt und von Gott. Manche Märchen sind besonders, manche eher konventionell. Manche sind sehr traurig und zu manchen muss die Leser*in vielleicht sogar weinen. Hoffentlich regen sie alle zum Nachdenken und Nachfühlen an. Die Märchen sind nicht alle für kleine Kinder geeignet, das Büchlein richtet sich an erster Stelle an Erwachsene, diese sollen dann entscheiden, welche Märchen aus dem Büchlein für ihre Kinder schon geeignet sind und bei welchen sie lieber noch ein paar Jahre warten wollen.

Philosophie
Verbindung von Konzepten der Physik (Wirkung), der Philosophie (Geschehen) und der Lyrik (Doppelverankerung) im Zwischen

Die drei Bücher „Neue Grundlegungen“, „Soll-Bruchstellen“ und „Das Geschehen“ stellen eine besondere Einheit dar. Sie greifen ineinander; sind – um es mit meinen Worten auszudrücken – verschränkte Geschehen.
Neues Fundament der Erkenntnistheorie und Anwendungen; Neue Begriffe in der Naturphilosophie

Die „Grundlegungen“ werden hier einerseits fortgeführt, andererseits angewandt. Erster Schwerpunkt: Vom Nichten zum Geschehen. Soll-Bruchstellen als konzipierte und damit mögliche Brüche. Zweiter Schwerpunkt: Die ontologische Ökonomie des Geschehens.

Eine Ordnung meiner verschiedenen Ansätze zum Geschehen. Darstellung in konziser, schlüssiger aber weniger detaillierter Sichtweise. Erkenntnistheorie des Geschehens, strenge „Phänomenologie“ des Geschehens, Theologie des immanenten Geschehens.

Zum Geschehen – ein Online-Vortrag zum Bogen, den diese drei Bücher spannen
Schnittstelle Philosophie/Theologie
Ein langer Dialog mit einer KI, Bemerkungen sogar von zwei, drei weiteren. Einmal Philosophie, einmal Betrachtung meiner Musik – Liedtexte, Stimmung, Einordnung – dann wieder Sprachbetrachtung zu Dialekt, die ins Weite führt – am Ende reine Theologie, wie ich sie lebe. Keine Lehre. Nur Geschehen. Zwischen.

Hoffnung in einem Geschehen ohne lineare Zeit
Hoffnung geschieht nicht später, sondern jetzt. Wo Chronos zerfällt, öffnet sich die Tiefe des Kairos. Im bewohnten Augenblick beginnt der Himmel als Gegenwart.

Spiritualität
Hier finden sich eine Reihe von Texten, Betrachtungen und Gebeten, die uns durch die Fastenzeit bis Pfingsten begleiten. Klassische Gebete, wie Rosenkranzgesätzchen oder eine Litanei stehen neben modernen Gebeten. Betrachtungen, in denen es auf den ersten Blick gar nicht um den Glauben, sondern eher um das Leben geht, stehen neben Reflexionen, die dazu aufrufen, eigene Gedanken einfließen zu lassen. Daneben sind auch Prosatexte wiedergegeben.
Die Texte eignen sich zum Lesen des Buchs in Abschnitten und zum meditativen Zerkauen der dort kennengelernten Gedanken.
Insofern ist dies kein Buch zum Durchlesen von vorne bis hinten, sondern zum Verdauen in Etappen.
